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Der Thiele Glas EM-Durchblick: Ehem. Nationaltorwarttrainer Kristian Barbuscak über die Achtelfinalspiele

Kristian Barbuscak, gebürtiger Slowake, kam bereits mit 15 Jahren nach Deutschland und spielte dort bei der SpVgg Unterhaching und dem FC Bayern München, ehe er über Italien (Lazio Rom), Österreich (Austria Wien) und die Schweiz (Grasshopper Zürich) in die USA kam. Allerdings stoppte schon früh eine schwere Verletzung die aktive Karriere, sodass er bereits mit 26 Jahren verschiedene Trainer- und Koordinatorenposten antrat. Zur EM-Qualifikation 2012 coachte er die Nationalkeeper von Kasachstan. Seit 2014 ist er nun als Torwarttrainer beim SSV Jahn Regensburg aktiv und half dort, das Nachwuchsleistungszentrum aufzubauen. Für Thiele Glas zieht Kristian Barbuscak ein Fazit über die Achtelfinalspiele der EURO 2016.

 

 

 

Wie fällt Dein Zwischenfazit über die  EURO 2016 aus?

 

Das gesamte Turnier verläuft unter sehr taktischen Gesichtspunkten. Die Spiele werden eher aus der Defensive erarbeitet. Wichtig ist in erster Linie, kein Tor zu kassieren und deshalb fallen auch nur wenige Tore. Das 4:0 von Belgien war der höchste, neben Deutschlands 3:0 aber auch der einzige hohe Sieg bei diesem Turnier. Das sah bei der WM vor zwei Jahren noch ganz anders aus – man denke allein an das 7:1 der Deutschen gegen Brasilien zurück.

 

 

Welche Teams haben Dich überzeugt?

 

Ich will gar nicht unbedingt einzelne Nationen hervorheben. Was aber deutlich wird, dass Länder, die nur einzelne Superstars haben, aber nicht so wirklich gut als Team funktionieren, nicht zurechtkommen. Beim Teamsport Fußball ist die Zusammenarbeit natürlich immer wichtig, aber bei der momentanen defensiven Taktikausrichtung mehr denn je.

Das einzige Team, bei dem viele Superstars gemeinsam als Team funktionieren, ist Deutschland. Sie verteidigen gemeinsam, stürmen gemeinsam – und das ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir werden sehen, wie weit die Mannschaft es damit schafft.

 

 

Was ist bei dieser EM – neben einigen Regeländerungen – neu?

 

Im Vergleich zur EM vor vier Jahren sieht man, wie viel schneller, akribischer und perfekter der Fußball geworden ist. Die Entwicklung des Fußballs ist einfach phänomenal und begeistert mich immer wieder.

 

 

Der wohl überraschendste Sieg im Achtelfinale war das 2:1 der Isländer über die Engländer. Wie hast du das Spiel gesehen?

 

Ich glaube, die Isländer haben einen Weltrekord aufgestellt. 99% der Bevölkerung von Island haben das Spiel geschaut, alle haben sich riesig gefreut und haben das Land unterstützt. Das zeigt das schon angedeutete Phänomen: wenn alle zusammen halten und sich keiner für irgendwas zu schade ist, kann man das Unmögliche erreichen. Island arbeitet unter dem Motto: Ich bin der Diener des anderen. Somit ergibt sich die Kette, dass jeder für jeden alles tut. Wenn man als diese Kette funktioniert, gewinnt man immer. Denn selbst wenn man verliert, hat man gezeigt, dass man als Mannschaft funktioniert und das ist immer ein Gewinn.