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Mit Glasdesign zum Wohlfühlambiente

Architekten greifen bei der Planung von Arztpraxen vermehrt auf Glas zurück. Kein Wunder, verhilft es doch zu hellen Räumen, ist leicht zu reinigen, hygienisch und modern. Der Patient soll sich schließlich wohlfühlen und die Raumgestaltung kann bei richtiger Umsetzung ein Gefühl von Komfort vermitteln, wo man vielleicht keines erwarten würde. Die Raumgestaltung wird so zum Aushängeschild.

Architektin Bettina Koenen spricht von zwei Atmosphären, die bei der Konzeptentwicklung vereint werden müssen: "Bei der Planung von Bauten des Gesundheitswesens geht es um die Schaffung heilungsfördernder Umgebungen. Hierfür müssen zwei Atmosphären zusammenkommen: die patientenorientierte (wohnlich, angenehm und willkommen heißend) auf der einen Seite, die medizinische funktionale (effizient, technologisch, auf dem Stand der Technik befindlich) auf der anderen Seite. In Einheit vermitteln sie dem Patienten Vertrauen und Sicherheit."

Gerade die inzwischen zahlreichen Möglichkeiten der Glasveredelung machen Glas zu einem beliebten Material und so zieren farbige, bedruckte oder reine Isolier- sowie Sicherheitsgläser die Aufenthalts- oder Behandlungsräume. Auch Thiele Glas lieferte bereits für mehrere Arztpraxen individuell gestaltetes Glas, so zum Beispiel für die Zahnarztpraxis in Ansbach und für eine prämierte Referenz, die Zahnarztpraxis "Zahnärzte im Kaisersaal" in Berlin.

 

Eine weitere aktuelle stilvolle Referenz hat ebenfalls ihren Sitz in Berlin: Die Praxis für Neurologie und Beauty am Potsdamer Platz. Ein keramischer weißer Digitaldruck mit einer Farbdichte von 50 Prozent ziert eine TG-PROTECT®-TVG-Scheibe mit den Abmessungen von 1.800 x 2.420 mm. "Es war ein ausdrücklicher Wunsch des Bauherrn, den neuen Botox-Beauty-Behandlungsbereich durch dezente Sichtbarkeit zu bewerben. Zu diesem Zweck wurde in einem Teil des Sprechzimmers die deckenhohe, etwa 1,80 m breite bedruckte Glasscheibe, eingestellt. Durch das aufgebrachte Muster, welches jenem der Tapeten entspricht, ist die Glaswand nicht ganz transparent und wirkt wie ein Gewebe, welches den Blick auf den zentral dahinter angeordneten Behandlungsstuhl dezent freigibt", so Koenen.

 

Der Raum wird sehr gut angenommen, denn die entstandene Attraktivität gestaltet den Arztbesuch angenehm und vermittelt Wohlbefinden, was inzwischen ganz klar zum Ziel und zum Trend unter vielen weiteren Arztpraxen geworden ist. Auch Bettina Koenen sieht diesen Trend. Immer häufiger werden Innenarchitekten mit der Praxisgestaltung beauftragt. Die Auftraggeber werden mutiger, vor allem im Bereich Farbe. Zartes Grün oder Orange rücken in den Hintergrund, stattdessen kommen Pflaumenblau, Zitronengelb oder Erd- und Steinfarben zum Einsatz. Es geht nicht mehr nur um die rein funktionelle glatte Ästhetik, viel eher wird sich an Hotels, Lounges oder Salons orientiert. Die genutzten Materialien sind ausgefallener und hochwertiger.

"Auf gut gestaltete Funktionalität legen Auftraggeber am meisten Wert. Viele sind überrascht, dass diese sehr vielfältige Erscheinungsformen haben kann. Wichtig ist immer ein ausgewogenes Gesamtkonzept aus Funktionalität, Farben, Material und Beleuchtung. Ein solches wurde am Potsdamer Platz gut umgesetzt", ergänzt Bettina Koenen.

 

Bauzeit:2014
Objektart:

Gesundheitswesen

Architektin:         Bettina Koenen RAUMGESTALTUNG, Berlin
Ausführendes Unternehmen:Bayer Glasbau GmbH, Berlin
Glastypen:

TG-PROTECT®-TVG, TG-PRINTdigital

Abmessungen:

1.800 x 2.420 mm

Internet:

www.bayer-glasbau.de
www.koenenarchitektur.de

Bildmotive: © Tomek Kwiatosz

 

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